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: : Sonnabend, 25. Mai 2019 : :
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Erklärung der Vielen

Bundesweit haben sich unter dem Dach der »VIELEN« Kulturschaffende zusammengeschlossen, um sich mit allen solidarisch zu zeigen, die Opfer rassistischer Hetze und rechtspopulistischer Angriffe auf die Freiheit von Kunst und Wissenschaft sind. Wir setzen mit dieser Erklärung ein gesellschaftspolitisches Signal und zeigen gemeinsam eine Haltung für Toleranz, Vielfalt und Respekt.

GÖTTINGER ERKLÄRUNG DER VIELEN

Kunst und Kultur schaffen Räume zur Veränderung der Welt. Als Aktive der Kulturlandschaft in Deutschland stehen wir nicht über den Dingen, sondern auf dem Boden, von dem aus die größten Staats- und Gesellschaftsverbrechen der Geschichte begangen wurden. Diese fanden überall und in aller Öffentlichkeit statt.

Die meisten in Deutschland gebliebenen Kulturschaffenden schwiegen zu den nationalsozialistischen Verbrechen oder beteiligten sich sogar daran. Eine deutliche Antwort darauf war vor 70 Jahren das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Sein Artikel 1 legt fest, dass die Würde des Menschen unantastbar ist, und nach Artikel 5 GG sind Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre frei.

Den Werten des Grundgesetzes folgend begreifen wir die Kultur und ihre Einrichtungen, die Museen, Theater, Ateliers, Clubs, Soziokulturelle Zentren und andere Orte als offene Räume, die Vielen gehören.

In unserer Gesellschaft treffen viele unterschiedliche Interessen aufeinander und finden sich oft im Dazwischen. Demokratie heißt, miteinander zu verhandeln - immer unter einer Voraussetzung: Es geht um Alle, um jede*n Einzelne*n als Wesen der vielen Möglichkeiten. Es geht darum, geschichtsbewusst zu denken und so zu handeln, dass die Menschenrechte und die Demokratie gestärkt werden!

Rechter Populismus, der Kultureinrichtungen als Akteure dieser gesellschaftlichen Vision angreift, steht der Kunst der Vielen feindselig gegenüber. Rechte Gruppierungen und Parteien, die Veranstaltungen stören, in Spiel- und Ausstellungspläne eingreifen und an einer Renationalisierung der Kultur arbeiten, stellen sich gegen die Freiheit der Kunst. Ihr verächtlicher Umgang mit Menschen auf der Flucht, mit engagierten Künstler*innen, mit Andersdenkenden zeigt, dass sie beabsichtigen, die plurale Gesellschaft nach autoritären und völkischen Kriterien umzuwandeln.

Wir als Unterzeichner der Kunst- und Kultureinrichtungen und ihrer Interessenvertretungen in Göttingen nehmen eine klare Haltung ein: Wir bieten kein Podium für völkisch-nationalistische Propaganda. Wir wehren die Versuche der Rechtsnationalen ab, Kultur und Geschichte für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.

Wir verbinden uns solidarisch mit Menschen, die durch eine extrem rechte Politik immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Die unterzeichnenden Kunst- und Kulturinstitutionen führen den offenen, aufklärenden, kritischen Dialog mit dem Ziel, unsere Gesellschaft im Sinne einer offenen, liberalen Demokratie fortzuentwickeln. Solidarität statt rassistischer Ausgrenzung. Es geht um alle.

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Die letzte Änderung war am: 02.04.2019