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Unser Dramatikerwettbewerb 2017/18 ist entschieden: Gelbe Wüste/Rosa Raum
: : Donnerstag, 23. November 2017 : :
Mai 2008
 


Engel
(Die Verletzung, das Herz und die Gedanken)
von Anja Hilling
[Wikipedia-Eintrag]

Engel - Anja Hilling

Ein Reigen entspinnt sich vom Ort einer Bar aus, umschweift polnische Dünen, zieht sich durch ein Hotelzimmer und ein Tätowierstudio, erzählt von zwei Menschen, die mal ein Paar waren und Erdbeeren essen, von drei Menschen, die mal eine Familie waren und es vielleicht auch noch sind, vielleicht aber auch nicht, umfasst einen flachen Stein, der ein Mordwerkzeug gewesen sein könnte, fragt eine Frage um Liebe, Robben und die Angst, vergessen zu werden.

Szenen-Fotos von Dirk Opitz (klick ...)
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„Man muss erst beginnen, sein Gedächtnis zu verlieren, und sei es nur stückweise, um sich darüber klar zu werden, dass das Gedächtnis unser ganzes Leben ist. Ein Leben ohne Gedächtnis wäre kein Leben ... Unser Gedächtnis ist unser Zusammenhalt, unser Grund, unser Handeln, unser Gefühl. Ohne Gedächtnis sind wir nichts ..." (Luis Bunuel)

Die Autorin Anja Hilling hat eine Art Gedächtniscollage verfertigt die gleichzeitig auch eine Vergessenscollage sein könnte, eine Assemblage desorientierter Identitäten, eine Suchbewegung zwischen Erinnern, Fragen und Verdrängen. Inmitten von alledem: Asta, eine Barkeeperin, in deren Lokal sie sich alle treffen, die Erinnernden, die Vergessenden und die Verdrängenden. Indes ist Asta, die mehr als nur die Getränke und die Namen ihrer Gäste kennt, nicht einfach nur eine Conférencieuse im Dickicht der unterschiedlichen Geschichten. Denn wer mehr wissen will von dem, was dem Strudel des Vergessens entrissen werden kann, der muss auf Astas Rücken blicken.

Ein Mann hat einmal die perfekte Liebesgeschichte erlebt.
Die soll jetzt wiederholt werden, dieselbe Frau, neunzehn Jahre später.
Aber wird er sie wieder erkennen?

Es ist dieselbe Zimmernummer wie damals. Wieder gibt es Erdbeeren. Wieder versuchen sie ihr Glück. Wieder gibt es Sekt. Und Kerzen. Entspannen müsste man sich können.


Eine Frau steht vor einer Tür. Sie sagt, sie sei zurück.
Aber sie ist vor drei Jahren gestorben.
Wird sie reingelassen?

Ein Sturz auf der U-Bahn-Treppe. Während die anwesenden Passanten dem Chaos der Rekonstruktion verfallen, muss sich die Frau trotz blutender Schläfe auf den Heimweg machen. Die Einkaufstaschen sind schwer. Den Schlüssel hat sie verloren. Ihr Tag ist schon beschissen genug. Das letzte was man jetzt noch braucht, ist eine Tochter, die einen erklärt, dass man tot sei.


Ein Mann entschuldigt sich. Er hat einen Mord an einer Frau beobachtet und nicht geholfen.
Aber der Mord ist nie passiert, die Frau lebt.
Fühlt er sich deswegen besser?

Der Mann, Hardy, ist sowieso schon verwirrt. Er wird sich doch wohl noch sechs Rotweine merken können. Aber wenigstens bekommt man, was man bestellt hat. Nicht wie in dem Hotel in den polnischen Dünen, wo man Bier ordert und Champagner bekommt und mit dem Geschmack von Champagner am Gaumen und einem polnischen Trinklied im Ohr zusehen muss, wie eine Frau in den Dünen stirbt. Ein furchtbarer Mord! Wenn die Ermordete das nur auch so sehen würde.


"Was ist es eigentlich, so fragen wir uns, was so abgespielt werden kann, dass es eine Erfahrung rekonstituiert?"
(Oliver Sacks: "Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte". Nachschrift zu Kapitel 15:"Erinnerungen")

Regie: Daniela Rohjans

 


Frau Mueller
ab 28.10.
Hexenschuss
Komödie
Hexenschuss
Silvesterspecial


Bent
Bent
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Beginn 20.15 Uhr
13 MI 20.15 Engel (Premiere)  
15 FR 20.15 Engel  
17 SO 20.15 Engel  
19 DI 20.15 Engel  
20 MI 20.15 Engel  
22 FR 20.15 Engel  
23 SA 20.15 Engel  
26 DI 20.15 Engel  
29 FR 20.15 Engel  
30 !! SA 21.00 !! Engel  
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Die letzte Änderung war am: 23.11.2008