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: : Dienstag, 26. September 2017 : :
2007.11
 

"... Alles wirkt so, als könne sich diese Tragödie auch in unseren Wohnzimmern abspielen. ..."
GT vom 06.11.2007 [mehr]



Hedda Gabler
von Henrik Ibsen

Hedda Gabler
Am 3. November  2007 ist um 20.15 Uhr die Premiere des  Stückes „Hedda Gabler“ von Henrik Ibsen im Göttinger Theater im OP (ThOP) zu sehen. Der Regisseur Thomas Rühling verlegt das düstere Drama von 1890 auf die Bühne der heutigen Zeit.

Das Schicksal der Gabler verliert nicht an Aktualität, noch immer berühren die Irrungen und Wirrungen dieser Frauenfigur das Publikum. Dieses Stück Ibsens ist eine Hommage an den aufrührerischen Geist des 19. Jahrhunderts: die beständige Langeweile und innere Unruhe der weiblichen Hauptfigur, der ennui, der Lebensekel, sind Ausdruck für eine stille Rebellion gegen den kleinbürgerlichen Normenkosmos, welcher besonders durch die Figuren des Jörgen Tesman (Christian Rüdiger) und der Tante Julle (Reinhild Otterbein) repräsentiert wird. Wie in vielen Stücken des norwegischen Dramatikers scheitert diese Rebellion jedoch kläglich.

Hedda Gabler - Szenenfoto
Hedda Gabler (gespielt von Christina Schubert) setzt der rigiden Moral und den Wertevorstellungen der Gesellschaft ihre ganz eigene Ideenwelt entgegen: es ist die Vorstellung von Schönheit, dionysischer Lebendigkeit, die Hedda vorantreibt, und die sie vor allem in ihrem „Seelenverwandten“ Eilert Lövborg (Jonas Hennicke) zu finden versucht. Mit ihm verbindet sie den Lebensmut, den sie selbst nicht aufbringen kann, um ihrem goldenen Käfig zu entkommen – und eben darin liegt das Dilemma der großen Gabler. Das, was Hedda in Lövborg zu entdecken glaubt, manifestiert sich in dem Charakter der Thea Elvsted (Dorothee Emsel), einer alten Bekannten Heddas. Wird Thea auch zum Spielball von Heddas Intrigen, so ist es letztendlich doch die Gabler selbst, die eigens verschuldet durch ihre wahnwitzigen Ideen von Kraft und Schönheit den Untergang findet. Den finalen symbolischen Dolchstoß erhält sie durch Richter Brack (Reinhard Kluge), der als erste und einzige Person Macht über Hedda auszuüben vermag, und sie damit ihrer patriarchalisch anmutenden Vormachtstellung beraubt.

Dieses Ibsensche Drama zeigt nicht nur die Abgründe auf, die Menschen in sich selbst zu schaffen vermögen, sondern auch die Wechselwirkungen von Hoffnung und Enttäuschung, die mit dem Einfluss anderer stehen und fallen. Die tragische Anti-Heldin Hedda Gabler kann sich gerade vor dem schlicht gehaltenen Bühnenbild (gestaltet von Susanne Vogt und Reinhard Kluge) hervorragend absetzen, denn dieses Werk Ibsens, dem Meister der  menschliche Tragödien, braucht aufgrund seiner Figurenkomplexität keinen voll ausgestatteten „Plüschsalon“, wie die gutbürgerlichen Stuben des 19. Jahrhunderts gerne bezeichnet werden.

Regie: Thomas Rühling
Regieassistenz: Katharina Busch


Bent
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Die Spieltermine im November
03 SA 20.15 Hedda Gabler Karten
06 DI 20.15 Hedda Gabler Karten
07 MI 20.15 Hedda Gabler Karten
12 MO 20.15 Hedda Gabler Karten
13 DI 20.15 Hedda Gabler Karten
14 MI 20.15 Hedda Gabler Karten
16 FR 20.15 Hedda Gabler Karten
17 SA 20.15 Hedda Gabler Karten
20 DI 20.15 Hedda Gabler Karten
21 MI 20.15 Hedda Gabler Karten
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Die letzte Änderung war am: 31.08.2008